Dienstag, 3. Februar 2009

Setsubun und Riesenfeuer beim Yoshida-Schrein

Am 3./4. Februar ist Setsubun - nach dem alten Kalender beginnt das Neue Jahr. Zu dieser Zeit ist das sogenannte "Mamemaki" bzw. "Bohnen-Werf-Festival". Eine unglaubliche Geschichte, aber wahr: Geröstete Bohnen werden auf als Teufel verkleidete Menschen geworfen - das kann der Vater zuhause sein - oder ausgewählte Männer und Frauen (heuer jene Leute, die im Jahr des Ochsen geboren wurden). Dabei sagt man so was wie, "Böses weg, gutes Glück her!" und danach sammelt man die gerösteten Bohnen vom Boden auf und isst die seinem Alter entsprechende Anzahl. Ich sage es euch, über 30 geröstete Bohnen machen richtig satt.... Funayama-sensei erzählte mir, dass bei ihnen zuhause aus hygienischen Gründen die gerösteten Bohnen durch Erdnüsse ersetzt wurden!

Nun zu den Fötelis - am Tag nach dem Bohnen-Werf-Festival findet beim Yoshida-Schrein eine Art Funken statt. Dabei werden die ganzen Glücksbringer, die man sich im Laufe des Jahres bei verschiedenen "Schreins" gekauft hat, verbrannt. Das wichtigste Element dabei ist natürlich der Markt rundherum:



Bevor wir ins Gelände des Yoshida-Schreins gehen - werden nach shintoistischem Vorbild die Hände gewaschen und auch der Mund ausgespült. Im Bild der undergraduate student Kakihana-kun, post-doc Labib-san und master-course student Arima-kun:


Hunderte von Leuten brachten an diesem Abend ihre verbrauchten Glücksbringer zur Verbrennung. Ein Stahlnetz schützt die Umgebung:


Drei Langnasen - zwei aus unserem Labor - Clement und Labib:



Das Foto des Abends: der Feuerwehrmann und ich ;)

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