Sonntag, 15. Februar 2009

Miyajima I: O-Torii - Itsukushima-Schrein

Miyajima gehört zu den drei reizvollsten Orten Japans. Die meisten Gäste kommen auf einen kurzen Tagesausflug her, um den Itsukushima-Schrein mit seinem roten O-Torii im Meer zu fotografieren... wir gönnten uns eine Übernachtung und hatten so die Möglichkeit den Torii zu allen möglichen Tageszeiten zu fotografieren. Da ich mich nicht entscheiden konnte, welches Foto ich online stellen soll, gibts einen Spezial-Blogeintrag ;)





Miyajima II: Misenberg

Über den Misen-Kletterpfad ging es in der Früh zuerst zum Komagabayashi-Wald. Ziemlich steil ging es durch den geschützten Urwald zu einem Steinplateau.







Nach einer kurzen Pause gings weiter zum Rasthaus des Berg Misen. Die ganze Szenerie kam uns ziemlich unwirklich vor, wie das Filmstudio für einen billigeren Samurai-Film...






Nach der Wanderung erholten wir uns abseits von klassischen Touristenpfaden mit Blick auf den O-Torii in einem Pinienwald bei Udon und Asahi-Bier. Durch den Pinienduft in der Luft fühlten wir uns wie an einem Kroatienurlaubstag unserer Kindheit.


Zum Abschluss machte noch eine junge Japanerin mit Martins Handy das perfekte Abschlussfoto:

Samstag, 7. Februar 2009

Nara Park - Sikahirsche - Kasuga Taisha Schrein

Endlich wieder einmal Sightseeing in Japan! Wir fuhren nach Nara und gingen im Nara-Park spazieren. Dort leben über 1200 "wilde" Sikahirsche - die man füttern darf. Zum Glück wird den Tieren jedes Jahr von einem Shinto-Priester das Geweih geschnitten, so ist es gar nicht so gefährlich, wenn man von so einem Hirsch angestupst wird...




Martin sitzt hier vor dem Karpfenteich des Isui-Parks:


Im östlichen Teil des Naraparks befindet sich der Kasuga Taisha Schrein. Bis ins 19. Jahrhundert wurde dieser nach shintoistischer Tradition alle 20 Jahre neu aufgebaut. Den Weg zum Kasuga Taisha säumen Hunderte von Laternen und im Schrein selbst sind noch mehr gelagert (3000 Stück!). Zweimal jährlich findet dort das Laternenfest statt.








Noch mehr Fötelis gibts in meinem Web-Album Nara-Park ;)

Und hier sind noch einige Hirschvideos auf meinem You Tube-Account.

Dienstag, 3. Februar 2009

Setsubun und Riesenfeuer beim Yoshida-Schrein

Am 3./4. Februar ist Setsubun - nach dem alten Kalender beginnt das Neue Jahr. Zu dieser Zeit ist das sogenannte "Mamemaki" bzw. "Bohnen-Werf-Festival". Eine unglaubliche Geschichte, aber wahr: Geröstete Bohnen werden auf als Teufel verkleidete Menschen geworfen - das kann der Vater zuhause sein - oder ausgewählte Männer und Frauen (heuer jene Leute, die im Jahr des Ochsen geboren wurden). Dabei sagt man so was wie, "Böses weg, gutes Glück her!" und danach sammelt man die gerösteten Bohnen vom Boden auf und isst die seinem Alter entsprechende Anzahl. Ich sage es euch, über 30 geröstete Bohnen machen richtig satt.... Funayama-sensei erzählte mir, dass bei ihnen zuhause aus hygienischen Gründen die gerösteten Bohnen durch Erdnüsse ersetzt wurden!

Nun zu den Fötelis - am Tag nach dem Bohnen-Werf-Festival findet beim Yoshida-Schrein eine Art Funken statt. Dabei werden die ganzen Glücksbringer, die man sich im Laufe des Jahres bei verschiedenen "Schreins" gekauft hat, verbrannt. Das wichtigste Element dabei ist natürlich der Markt rundherum:



Bevor wir ins Gelände des Yoshida-Schreins gehen - werden nach shintoistischem Vorbild die Hände gewaschen und auch der Mund ausgespült. Im Bild der undergraduate student Kakihana-kun, post-doc Labib-san und master-course student Arima-kun:


Hunderte von Leuten brachten an diesem Abend ihre verbrauchten Glücksbringer zur Verbrennung. Ein Stahlnetz schützt die Umgebung:


Drei Langnasen - zwei aus unserem Labor - Clement und Labib:



Das Foto des Abends: der Feuerwehrmann und ich ;)