Die ersten drei Tagen ging es für den Grossteil der Touristen zuerst auf die Haha-jima, die Mutter-Insel. Daher kam es uns die ersten drei Nächte so vor, als ob wir die einzigen Gäste im Hotel wären. Die letzten drei Tage war das Hotel dann ausgebucht und die meisten hatten nicht nur einen Tagestermin, sondern auch noch einen Morgentermin zum Kanufahren und einen Nachtermin mit Wanderung, um den "green pepe" (einen leuchtenden Pilz) anzuschauen. Etwas ungewohnt waren die Frühstückszeiten - 6, 7 oder spätestens 8 Uhr!
Für Japaner war unser Programm recht ungewöhnlich:
Als ehemalige Mittelmeerurlauber war für uns das Tagesprogramm ohne grosse Planung klar. Nach dem Frühstück zum Strand fahren, den ganzen Tag lesen, Schnorcheln, sich auf der Luftmatratze im Meer treiben lassen (aufgrund der schönen Rifflandschaft mit Taucherbrille und Kopf unter Wasser). Für den Taxifahrer unseres Hotels war es schon richtig lustig, wenn wir wieder nach Miyanohama - zu unserem Lieblingsstrand - gebracht werden wollten.
Mein absolutes Schnorchel-Highlight hatte ich am letzten Tag, ich musste noch 4 Fotos der Unterwasserkamera verschiessen - die Sonne war leider nicht perfekt, doch dann kamen sie - 6 Sepia-Tintenfische, in Paaren, ein grösseres und ein kleineres Exemplar. Sie kamen richtig auf mich zu und waren wohl recht verärgert, dass ich mich nicht zurückzog, sondern mit meiner Kamera auf sie zielte. Zweimal wurde sogar Tinte verschossen, das Schönste war jedoch das schnelle Farbenspiel durch den ganzen Körper!



